von Elvert Barnes via Flickr

Früher waren die Rollen noch klar verteilt: Männer mochten Fußball, Frauen nicht. Heute ist das anders und Fußball ist schick, ja stylisch geworden. Woran liegt es, dass immer mehr Frauen Fußball-Begeisterung entwickeln, die Stadien immer größer und voller werden und das Fußballer auch den Boulevard immer mehr interessieren?

Seit dem letzten WM-Titel der Deutschen, im Jahre 1990 in Rom, hat sich viel getan im Lande: Die neuen und alten Bundesländer sind zusammengewachsen, wir haben eine Kanzlerin und Fußball ist schick geworden! Letzteres ist vielleicht das, was 1990 noch die wenigsten Deutschen erwartet hätten, war Fußball doch stets ein Männersport, bei dem Frauen nichts zu sagen hatten und das auch nicht wollten.

Heute ist Fußball wesentlich mehr als “22 Mann, die hinterm Ball her rennen”.  Fußball ist Big Business, die bestbezahlten Spieler verdienen mehr als 30.000€ pro Tag (!) und sind auch noch Stilikonen. Sie machen Werbung, sind im Boulevard und sind karitativ aktiv.

Dei Ursache für all den Hype um die Spieler ist das immer größere Interesse am Sport Fußball. Der Zuschauerschnitt in der Bundesliga war nie so hoch, die TV-Einschaltquoten auch nicht. Fußball ist jetzt auch für Frauen, Kinder und den Rest der Familie interessant (in den USA ist “Soccer” Frauensport Nr. 1)! Die neuen Arenen bieten neben der grünen Wiese heute familienfreundliches Programm rund um den Ball. Familien verbringen ihr Wochenende jetzt nicht mehr nur bei IKEA, sondern auch im Stadion.

Man redet über Tabellen, Trainer und Transfers, kauft Fanartikel, Dauerkarten oder gar Logen für Geschäftskunden. Viel hat sich getan seit 1990 – Am meisten vielleicht 2006, als die Welt zu Gast bei Freuden war. Die sind nämlich nun alle Fußballfreunde!