Vor einem Monat wurde ich von einer Freundin zum Geburtstag in einen Kletterwald eingeladen. Überzeugt war ich von Beginn an nicht. Dennoch sagte ich zu und stellte mich der Herausforderung. Bevor wir uns auf den Parcour begeben konnten, erhielten wir eine kurze Einweisung und noch eine Art Sicherheitsgut. Diese Gurte mussten wir immer direkt an dem Seil befestigen, welches an jeder Station im Kletterwald vorzufinden war. In meinem Fall handelte es sich demnach um eine Selbstsicherung. Ich habe gehört, dass es auch Kletterwälder gibt, bei denen man die ganze Zeit gesichert ist. Doch am Ende gibt es eigentlich nichts, wovor man sich fürchten muss. Denn unter den Stationen befinden sich immer Sicherheitsnetze, die einen auffangen würden, wenn man fällt.

Klettern im Kletterwald

(CC BY 2.0) by nayrb7 via flickr.com

Herausforderung

Hohe Bäume gibt es in einem Wald. Doch richtig spannend und herausfordernd wurde es für mich erst, als ich eine Höhe von 20 m erreichte. Trotz der Sicherungen fühlte ich mich ängstlich. Zumal die Stationen immer schwerer wurden. Zu Beginn läuft man über kleine Holzklötzer, was noch nicht allzu schwer ist. Dann gibt es auch einen Baumstamm, auf den ich mich stellen musste. Dieser Baumstamm bewegt sich stetig von der einen zur anderen Station. Nicht nur Gleichgewicht war hier gefragt.
Ganz oben angekommen
In den höchsten Ebenen des Waldes gab es Großteils nur noch Seile, die zur Stabilisierung dienen sollten. Und als ich in 20 m Höhe mich von einer zur nächsten Station hangeln musste, wurde mir zunächst einmal ganz anders. Denn allein mit meiner Armkraft sollte ich mich 10 m weit hangeln.

Das Highlight schlechthin war jedoch die letzte Station. Dabei musste ich ein Seil greifen und mit diesem mich in ein Netz schwingen. Das Adrenalin konnte ich jeden Augenblick spüren. Durch mein Team, das mich angefeuert hat, konnte ich meine Ängste überwinden. Wichtig ist, dass man nicht aufgibt. Es gibt einfach so viele Herausforderungen auf dem Weg nach ganz oben. Doch allein schon die Aussicht in 20 m Höhe entschuldigt. Zudem kann ich nur jedem empfehlen, einen solchen Wald einmal zu besuchen. Achten sollte man darauf, dass man vorher genug getrunken hat und sich fit fühlt. Ansonsten wird das Klettern zur Qual.

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